Statt "Kohle und Stahl" standen im Juni Tiere auf dem Programm:

 

Nachdem der Besuch im Landschaftspark Duisburg Nord im Mai ein voller Erfolg war, kam aus den Reihen unserer Bewohner der Wunsch nach weiteren gemeinsamen Aktivitäten.
So fanden sich einige Ehrenamtler, die - mit Unterstützung der Sozialbetreuer - für den 20. Juni einen Besuch in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen organisierten.
Am besagten Donnerstag, einem Feiertag, traf man sich um 9.00 Uhr in der Unterkunft.

 

Große Aufregung sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen.
Da gab es schon das erste Tier zu bestaunen: Kirstens Hund Llampi durfte auch mit und wurde von den Kindern liebevoll begrüßt.
Einer der jungen Männer hatte prompt verschlafen; alle Weckversuche scheiterten. Dafür stand plötzlich ein Anderer unangemeldet auf der Matte. Er hatte vom Arbeitgeber doch frei bekommen an diesem Tag. Kein Problem, er darf mit!
Die Familien mit kleineren Kindern sollten von den Ehrenamtlern mit dem Auto nach Gelsenkirchen gefahren werden.Kindersitze wurden verteilt (das Installieren der Kindersitze stellte schon an sich für Manchen eine Herausforderung dar ;-) ), Kinderwagen und Rollstuhl verladen.
Eine zweite „Reisegruppe“ würde die Anreise in Begleitung von Gaby mit dem ÖPNV antreten.
Nachdem alle Eintrittskarten verteilt waren, ging es los.

Die „Autofahrer“ waren erwartungsgemäß als erstes im Zoo. Man vertrieb sich die Wartezeit auf dem Spielplatz und im Streichelzoo.
Kleines Malheur bei der Eintrittskartenverteilung: Gaby hatte für Ihre ÖPNV-Truppe eine Erwachsenen-Eintrittskarte zu wenig, dafür hatte Sie die Karte für Kirstens Hund!

20190620 ZOOM Gruppe

Als dann endlich alle im Zoo angekommen waren, machte sich die 35-köpfige(!) Gruppe auf den Weg.
Afrika sollte den Auftakt machen!
Gleich zu Beginn war das Löwengehege zu bestaunen. Alle waren sehr beeindruckt von diesen großen, königlichen Tieren.
Schnell war klar: Eine so große Gruppe kann man nicht zusammenhalten. So bildeten sich kleinere Gruppen, die jeweils im eigenen Tempo die Sache in Angriff nahmen.
Die Kinder begrüßten jedes Tiergehege mit großer Begeisterung und auch die Erwachsenen genossen die Eindrücke und das schöne Wetter. Zwischendurch wurden kleine Picknick-Pausen eingelegt, danach ging es gestärkt weiter.
Als die „Familiengruppe“ ca. die Hälfte des Afrika-Areals bewältigt hatte, meldete die erste „Erwachsenengruppe“ schon telefonisch, dass sie sich jetzt Alaska widmen würde.
Kein Problem, jeder in seinem Tempo!
Für die Kinder war die Bootssafari sicher einer der Höhepunkte. Ganz nah ging es mit dem Bötchen vorbei an der Pavian-Insel, den Flamingos und den Zebras.
Auch Alaska hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Expeditionsteilnehmern. Beeindruckend waren hier vor allem die Braunbären in ihrer trägen Gelassenheit und die Eisbären in ihrer majestätischen Größe.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, sollte auf den Besuch Asiens verzichtet werden. Nur die Tiger, wurde beschlossen, gehörten zu einem Zoobesuch unbedingt dazu.
Also noch ein kleiner Abstecher nach Asien bis zum Tigergehege, dann machte sich auch die Familiengruppe auf den Heimweg.
Alle bejubelten noch einmal den gelungenen Tag und verabschiedeten sich herzlich voneinander.

 

Erwähnen möchte ich am Ende meines kleinen Berichtes die tollen Bilder, die Dirk unermüdlich über den gesamten Tag hinweg gemacht hat. Eine kleine Auswahl ist im Gemeinschaftsraum des blauen Hauses in der Unterkunft als Collage zu bewundern.
Und als bildhafte Darstellung der Gemeinschaft, die sich dort auf den Weg gemacht hat, habe ich ein besonderes Bild vor Augen: Ein junger Mann aus dem Iran trägt den gehbehinderten Sohn einer alleinerziehenden Mutter vom Boot zu seinem Rollstuhl.
Danke!